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THE LOOK OF SUCCESS

Heute mit Susanne Lay

Susanne Lay ist die Gründerin und Designerin der Marke «Fingerscrossed» und eine wahre Macherin. Durch ihre erfrischende offene Art bringt sie die Dinge einfach und direkt auf den Punkt. Erfahrt mehr über die Frau, der viele sportliche Füße ihren stylischen, schnellen und komfortablen Look verdanken.

Susanne Lay fingerscrossed Styling

Susannes Alltagsstyling. Foto: @svnjmr 

Susanne, die Liebe zum Radfahren und die Liebe zum Design hast du erfolgreich kombiniert mit eurerMarke Fingerscrossed. Wie viel Einfluss nehmen eure ikonischen Socken auf dein Alltagsstyling? Da mein Stil im Alltag als auch auf dem Rad eher sehr schlicht ist, tue ich mich gar nicht so schwer, die passenden Socken für das Outfit zu finden. Kleide ich mich eher dezent und einfarbig, darf oder kann es durchaus mal eine knallige Socke sein. Ich trage sie sowohl zu Sneakern als auch zu klassischen Lederschuhen. Ich finde, solange man nicht völlig ausflippt, kann man sie mit jedem Stil kombinieren. Weniger ist mehr und wenn mal mehr, dann nur an einer Stelle.

Der Look und das Wohlgefühl sind beim Rennradfahren gefühlt immer wichtiger geworden. Es ist ein Lifestyle, den immer mehr Menschen für sich entdecken und ausleben. *Hast du Styling-Prinzipien beim Rennradfahren?  Du musst dich wohlfühlen in erster Linie. Finde deinen passenden Schnitt und die für dich passende Marke. Was hast du davon, wenn du dich wo reinquetschst und dir denkst, ach du Scheiße. Aero is zwar everything, sagt man, aber wenn wir mal ehrlich sind, wir verdienen nicht unser Geld damit. Einen Gang runterschalten und mehr in sich gehen, was tut oder in dem Fall steht MIR gut.

Wo genau in deinem Styling auf dem Velo oder im Alltag sind die Parallelen Design, Funktion …? Ich würde es nicht als Styling bezeichnen, ich style mich nicht, ich kleide mich. Ich denke, wenn man seinen Stil kennt, ist dieser auch ganz leicht im Sport zu adaptieren. Farben spielen für mich dabei die wichtigste Rolle. Farben und Materialien. Ich habe sehr lange Schwarz getragen. Nur Schwarz. Überall Schwarz. Es musste immer alles schwarz sein. Das hat sich aber geändert, privat als auch im Sport. Ich spreche hier nur für mich und es geht um Klamotten, aber ich glaube, es hat etwas mit der eigenen Entwicklung zu tun. Vielleicht auch mit dem eigenen Selbstbewusstsein, dem eigenen Körpergefühl, vielleicht auch damit, wie man gesehen werden möchte und wie man sich selbst sieht. Ich trage heute immer noch sehr gerne dunkle Farben, ich mag es klassisch schlicht, aber ich glaube, ich bin in vielen Dingen offener geworden und hab’ mehr für mich und über mich entdeckt. Das Gleiche gilt für Materialien und generell für die Anzahl meiner Kleidungsstücke. Ich bin viel bewusster geworden. Was auch hier aber wieder auf alle Bereiche zutrifft.

Wie sieht dein Radfahrerkleiderschrank aus? Wie unterscheidet sich dieser von deinem normalen Kleiderschrank? Er unterscheidet sich nicht wirklich von meinem normalen Kleiderschrank. Erdige, gedeckte Farben und ab und zu mal etwas mehr.

Wie viele Socken hat eine Susanne Lay im Schrank?  Tatsächlich habe ich nicht wirklich viele. Ich habe wenn dann eher mehrere von einer Farbe. Schwarz, Weiß, Grau, Acid, Olive, Dark Navy …

Von welchem Teil in deinem Schrank kannst du dich nicht trennen und warum?

«Sich nicht trennen können, das hab’ ich mir abgewöhnt. Es ist oft viel befreiender, Dinge loszulassen. Auszusortieren, sich zu sortieren.»

Was war dein schlimmster Fehlkauf? Direkte Fehlkäufe habe ich tatsächlich nicht. Also in der Mode. Dafür gebe ich zu viel Geld für einzelne Teile aus. Ich bin auch keine Frau, die Handtaschen sammelt, ganz im Gegenteil. Ich habe eine sehr teure, die trage ich aber auch wirklich täglich und überall, bis sie auseinanderfällt. Macht für mich mehr Sinn, einmal mehr auszugeben, als ständig Neues zu konsumieren. Zieht sich bei mir aber auch durch Kosmetik und andere Bereiche.

Aber was mir letztens aufgefallen ist, wenn du bislang auf Dinge verzichten konntest aus einem bestimmten Grund, dann kannst du es auch weiterhin. Du brauchst nicht jeden Mist. Ich arbeite sehr viel mit dem Smartphone und dachte mir, jetzt kaufst du dir auch mal so einen Nupsi, den man sich hinten dranklebt. Damit du das Handy besser halten kannst. Gekauft. Eine Stunde dran gehabt. Sofort wieder abgemacht. Nervt einfach. Liegt nicht sauber auf dem Tisch und ach, nervt mich einfach. Hätte ich mir sparen können. Und das Plastik auch. Gut, war jetzt nicht die größte Investition, aber so was ärgert mich dann und war ein sogenannter Fehlkauf.

Fingerscrossed

Susanne bei der Arbeit. Foto: @svnjmr

Fingerscrossed Socken Weiss

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Wie bist du auf die Idee gekommen, Füße einzukleiden? Es gab damals nicht das, was wir wollten. Wir wollten etwas Schlichtes ohne großes Branding. Wir wollten schöne Farben. Uns nicht einschränken lassen. Unsere Art, uns zu kleiden, auch auf den Sport adaptieren.

Wie lange hat es (für dich) gedauert von der Idee bis zur Umsetzung von Fingerscrossed? Die Idee war da. Dann das Design. Dann das Muster und dann gings los. Ich hab’ nicht viel darüber nachgedacht, was ich gerade tue. Ich habe einfach gemacht. Es ging nicht darum, eine Firma aufzubauen oder eine Brand zu gründen. Es ging darum, für sich selbst etwas zu machen und vielleicht anderen eine Freude zu bereiten. Wir haben die ersten 100 Paar verschenkt. An Freunde, Bekannte und Leute, die mich inspirierten. Ich wollte ihnen eine Freude damit bereiten und keinen Profit machen.

 

Bitte vervollständige den Satz: Wer Erfolg haben will… 

…muss einfach anfangen.

Um es zu erklären: Ich werde oft gefragt, wie kommst du auf die Dinge oder wie machst du das alles, wo hast du das her. Ich glaube, das Wichtigste ist, einfach anzufangen. Fang an. Du kannst immer noch justieren. Viele stehen sich selbst im Weg, indem sie sich sagen, ich will es aber perfekt machen und wenn es nicht perfekt wird, dann lass ich es lieber gleich. Starte einfach. Starte und werde dann besser. Es ist ein Prozess. Alles ist ein Prozess. Sei mutig. Natürlich gehört auch oft ein bisschen Glück dazu. Zur richtigen Zeit etwas zu bringen oder die richtige Nische oder das richtige Produkt. Aber wenn du dem nachgehst, wofür du brennst, was dich wirklich begeistert, dann wirst du darin auch gut sein, dann werden es auch andere erkennen. Also los!

Wie bleibst du entspannt? Ich glaube, wenn man etwas macht, was einem Spaß macht und was man gut kann, dann ist man von Haus aus weniger angespannt. Natürlich kommen auch da Hürden auf einen zu, Stress mit Lieferanten, Fehler in Produktionen oder aktuell Corona – so etwas bleibt nie aus. Man hat nicht alles in der Hand, aber man wächst damit. Man wächst mit jeder Hürde. Was ich gelernt habe, ist, erst mal den Istzustand zu akzeptieren. Du kannst manche Dinge nicht ändern. Sie sind so und du musst jetzt eine andere Lösung finden. Halte dich nicht länger auf mit Warums und Wiesos. Es ist so. Und jetzt überlege dir was Neues und mach weiter. Das ist wie ein Mantra, was man verinnerlichen muss. Immer wieder aufs Neue, sonst macht man sich verrückt und lässt alles viel zu nah an sich heran.

Du bist sehr vielseitig unterwegs, Kunst, Design, nun machst du eine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie, was ist deine Motivation und wie bringst du alles unter einen Hut? Ich habe schon immer sehr viel ausprobiert und schnell herausgefunden, ob ich dabeibleibe oder nicht. Ich bin sehr schnell zu begeistern, aber genauso schnell flacht es wieder ab, wenn ich nicht wirklich dabei bin. Ich bin sehr neugierig und habe generell wenig Angst zu scheitern. Deshalb gehe ich auch vieles einfach an und überlege nicht lange. Time will tell.

Susanne auf dem Rad. Foto: @grrieri 

Mehr über Susanne findest du auf instagram @susanne_haller und @fingerscrossed.design 

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2020-10-07T19:53:41+02:00September 29th, 2020|

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