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FRAG DAS CHEF

Mit welchen Ziel sage ich etwas

Bevor Du etwas sagst, lass die Worte durch drei Tore gehen:

Ist es wahr?
Ist es notwendig?
Ist es freundlich?

Eine Fake-Buddha Quote – ich habe noch nichts gefunden, ob Buddha das tatsächlich gesagt hat, oder ob da der Wunsch Vater des Gedankens war. Manche schreiben es auch Sokrates zu. Da dieser geboren wurde, als Buddha schon ins Nirwana eingegangen ist, könnte Sokrates das auch von Buddha haben.

Wie dem auch sei – es scheint mir eine gute Regel zu sein, auch als Chefin oder Chef, und als Mensch gegenüber anderen Menschen (Kollegen, Mitarbeitern, Dienstleistern, Auftraggebern) nur die Dinge zu sagen, die wahr, notwendig und freundlich sind.

Ein paar Beispiele, die ich schon selber erleben durfte.

„Du bist ganz schön grau geworden“

Eine Bekannte, die ich nach langem wieder getroffen habe.

wahr – check!

Es ist wahr, ich bin nicht mehr der Allerjüngste und meine Haare werden auch genetisch bedingt immer grauer.

notwendig – hängt davon ab. Mein Friseur wittert vielleicht ein Zusatzgeschäft, wenn er das erwähnt. Bei der Bekannten, die ich neulich getroffen habe, kenn ich das Ziel der kommunikation leider nicht. Verkorkster Small-Talk vielleicht?

freundlich – ich weiß nicht? Ist es ein Necken, ist es ein Machtkampf?

Würde ich jemandem sagen: Die Falten an Deine Augen sind auch nicht mehr zu übersehen, wäre das freundlich? Oder: Mann, wo ist Dein Hals?

Ein anderer Check hier wäre:

  • kann ich daran etwas ändern?
  • ist es etwas, dass ich unter Kontrolle habe?
  • ist es etwas, über das ich ein wenig Kontrolle habe?
  • oder habe ich gar keine Kontrolle darüber?

„Da kann ich ja gleich Deinen Stundensatz selber einsacken“

Ein Beratungskunde, dem ich seine Mitarbeiter nicht in die Ecke gedrängt habe, in die er sie dann gedrängt hat.
wahr – check
notwendig – hängt davon ab. Was will ich damit erreichen?
freundlich – nicht freundlich gemeint. Vielleicht ironisch, sarkastisch. Und definitiv nicht freundlich.

Ich habe tatsächlich in diesem Coaching gemerkt, dass ich nicht mehr so aufmerksam war, wie ich es hätte sein können. Auf der einen Seite ist mir natürlich klar, dass mich das nicht beeinflussen sollte, und ich trotzdem den besten Job mache, den ich machen kann. Nur: der beste Job den ich machen konnte, war dann nicht mehr derselbe wie vor der Äußerung.
Unter anderem, weil wir plötzlich auf der Meta-Ebene waren und die Rollen vertauscht waren. Ich war nicht mehr der Coach, sondern plötzlich nur noch ein Dienstleister. Das funktioniert leider nicht.

Dein Deo hat versagt (jetzt kommen wir langsam zu den Styling -Themen)

Das hat mir glücklicherweise noch niemand gesagt. Und wenn würde ich es nie zugeben. Und ich habe meine Frau das schon zu anderen Menschen sagen hören. Und mich auch.
wahr – check. Wenn der Riechkolben glüht.
notwendig – oh ja
freundlich – definitiv
Die meisten Menschen, denen ich so etwas schon gesagt habe waren froh, ei-nen Tipp zu kriegen um dann sofort etwas besser machen zu können.
Sogar im Businessumfeld:
  • Einem Kollegen nach dem Teammeeting habe ich genau das gesagt: „Dein Deo hat versagt“
  • Einer Kollegin bei einer Besprechung im Stehen beim Kunden, habe ich zugraunt: „Dein Hosenstall ist offen“
  • Eine Mitarbeiterin sagte mir: „Mit der kurzen Hose bist Du ein schlechtes Vorbild“
Wahr – freundlich – notwendig?

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2020-09-16T08:38:16+02:00September 10th, 2020|

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