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Teil 1

Kleide dich für den Job, den du möchtest und nicht für den, den du schon hast

Wie baue ich eine Business-Garderobe auf?

Die allermeisten Menschen machen sich lieber Gedanken darüber, was sie beim ersten Date oder anstehenden Klassentreffen tragen wollen. Dabei kann die bewusst gewählte Kleidung im Job die eigene Karriere massgeblich beeinflussen. 

 

Auch wenn sich die Zeiten geändert haben und die Kleideretikette etwas lockerer geworden ist, schliessen wir immer noch unbewusst von der Kleidung unseres Gegenüber auf dessen Kompetenzen und Eigenschaften. 

 

In zerrissenen Jeans und lauten Statement-Shirt zum Banktermin oder eine wichtige Präsentation halten? So etwas sieht man vielleicht einem brillanten Start-up-Founder oder einem erfolgreichen Künstler nach, aber einem kompetenten Marketing-Manager oder angehenden Rechtsberater/in wohl kaum. Denn hier dürfen die Werte des jeweiligen Berufes kompetent visuell hervorgehoben werden. 

 

Bezugnehmend auf deine Karrierepläne, Branche und Position musst du strategisch überlegen, welche Investitionen sich für deine Garderobe lohnen und wie sich diese weiterentwickeln, wenn du die Karriereleiter hochkletterst.

Was solltest du nicht tragen:

Ausschnitt:

Achte darauf, dass dein Ausschnitt nicht tiefer als eine Handbreit unterm Schlüsselbein ist. 

 

Tank-Tops bzw. Spaghettiträger-Tops:

Bei brütender Hitze ist die Verlockung manchmal groß, ärmellos durch den Tag zu wandeln. Doch leider es ist nahezu unmöglich, diese Tops bürotauglich zu stylen. Es sei denn, ihr zieht einen Blazer darüber.

 

Netz- oder zu festive Strumpfhosen:

Auch wenn ausgefallene Strumpfhosen immer mal wieder in Fashion sind, veredeln sie deine Looks am Besten in der Freizeit.

 

Shorts oder abgeschnittene Jeans:

Die gehen in den allermeisten Branchen gar nicht und sind absolut unpassend. Greif lieber zu einer Coulotte oder einem knieumspielenden Rock.

Kleider und Rocklänge:

Die Top-Antwort für die richtige Länge ist knieumspielend oder länger. Wenn es etwas kürzer sein muss, dann maximal eine Handbreit über dem Knie. Aber Achtung! Auch mit blickdichten Strumpfhosen sollte die Saumlänge nicht kürzer sein. 

  

Cut-Outs:

Völlig egal, wo sich diese befinden ist es nicht empfehlenswert, zu viel Haut zu zeigen. Bauch, Rücken (oder was auch immer) frei zu tragen ist branchenunabhängig unangemessen.  Es gibt sicherlich andere tolle Anlässe, diese Kleidungsstücke auszuführen.

 

Zu figurbetonte bzw. Stretch-Kleider:

Auch wenn diese «herunter getuned» werden, geben sie zu viel preis. Wenn du auf  diese sehr figurbetonten Kleider nicht verzichten möchtest achte darauf, dass sie in gedeckten Tönen und mindestens knieumspielend sind sowie einen sehr kleinen Ausschnitt haben. 

Laute Muster:

Muster und Mustermix sind derzeit im Trend. Doch auffallend und bunt ist nicht immer die richtige Kleiderwahl im Businesskontext und könnte je nach Branche als unangemessen und «störend» empfunden werden. 

 

Flip-Flops:

Wenn ihr nicht am Strand oder für die entsprechenden Schlappenhersteller arbeitet, sind diese Schuhe deiner Freizeit vorbehalten. Sie hinterlassen oft einen zu legeren Eindruck. Es gibt eine grosse Auswahl für jeden beruflichen Anlass, z. B. Laofers, Balarinas, Slippers und so weiter. 

 

Hüte:

Wenn du nicht Modistin oder Verkäuferin in einem Hutfachgeschäft seid, trage bitte einfach keinen Hut imBüro. Das ist unprofessionell und könnte den Anschein erwecken, dass du dir die Haare nicht gewaschen hast oder deine Frisur nicht in Ordnung ist. 


Was du tragen solltest:

Blazer:

Der muss nicht teuer sein! Die Priorität Nr. 1 ist die Passform. Stell sicher, dass der Blazer vor allem an den Schultern richtig sitzt, denn an dieser Stelle ist eine Änderung vom Schneider leider sehr kniffelig und somit auch kostenintensiver. 

Hosen:

Sie sind die sicherste Bank in der Kleiderwahl fürs Büro und universell einsetzbar. Leichte Woll-Materialien sind sehr dankbar und pflegeleicht. Finger weg von Jersey oder gar Strick-Materialien. Seide oder Leinen sind in manchen Branchen zulässig, allerdings knittern sie sehr schnell.  

Blusen:

Schlichte Blusen mit dezenten Knopfleisten in guter Baumwoll- oder Seiden-Qualität hinterlassen einen sehr professionellen und stilsicheren Eindruck. Doch auch eine hochwertige Bluse verliert an Wirkung, wenn sie knitterig ist. Besser ans bügeln denken! J


Bleistiftröcke:

Ein gut sitzender Bleistiftrock ist immer eine gute Wahl. Da kannst du auch ein wenig mit Farben und Mustern spielen. Auch Lederversionen sind je nach Branche eine wunderbare Option. Für einen gelungenen Business-Look kombiniere den Bleistiftrock mit einfachen Basics. Schlichte Blusen, Rollkragen-Shirts oder hochwertige Strickpullover vollenden das Ganze.

 

Knielange oder Midi-Röcke:

Egal welche Schnittführung ‒mit dieser Rocklänge geht fast alles. Achte einfach nur darauf, dass die Farbwahl nicht zu soft und zart (zu mädchenhaft) ist. Zum Thema «Farben und ihre Wirkung» werde ich nochmal ein separates Video machen. 

Geschlossene Pumps:

So neckisch und funky die High-Heel-Trends auch sind, solltest du lieber zu schlichten und vor allem vorne geschossenen Pumps greifen. Auch eine moderate Absatzhöhe ist empfehlenswert ‒meine Empfehlung sind ca. 7 cm.  In manchen sehr konservativen Unternehmen kann das schon zu hoch sein. 

Kleiner Tipp: Comfort first! Nichts ist schlimmer als schmerzende Füße und ein unsicherer Gang in High-Heels. Wenn es um ein wichtiges Meeting geht, nimm gerne auch flache Schuhe. Diese geben dir optisch und mental mehr Bodenhaftung.


Fortsetzung folgt....

 

liebst, Eure Katrin

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